Akita Freunde

[Homepage] [Anmelden] [Meinungen] [Events] [Lese-Tipps]
[Gästebuch] [Impressum]

Meinungen

Mitglieder der Mailingliste erläutern, was die Mailingliste für sie bedeutet.

Linie

Neue Erkenntnisse durch die Mailingliste

Seitdem im Jahre 1985 ein Akita bei uns eingezogen ist, bemühe ich mich, etwas mehr über diese Rasse zu erfahren. Hundeausstellungen und Bücher speziell über diese Rasse waren damals eher dünn gesät und so mußte ich mich bei Umgang und Erziehung unserer Aki eher auf mein Gefühl verlassen und nachdem sie unser erster Hund überhaupt war, sind natürlich viele Fehler unterlaufen. Dachte ich damals.

Heute, nachdem ich seit sein paar Wochen regelmäßig die hin- und hergehenden Mails anderer Akita-Besitzer lese, komme ich mehr und mehr darauf, daß die Erziehungsfehler gar nicht so gravierend waren - diese Rasse ist nun einmal so: dominant, nicht mit "Jederhund" verträglich, eigenständig, jagt gerne etc.

So muß ich nun im nachhinein meiner Aki Abbitte leisten, daß ich sie manchmal für ein Monster hielt.

Mein derzeitiger Akita Buki stammt aus dem Wiener Tierschutzhaus und kam nach Akis Tod im Jahre 1996 mit 1 ½ Jahren in unseren Haushalt. Nächste neue Situation: ein erwachsener Junghund - wieder schwer erziehbar ??

Mit der Mailingliste der Akita-Freunde kam ich in Berührung, als ich - aufgescheucht durch einen Spontanpneu von Bukis Lunge - beim Österr. ÖKV/Club für nordische Rassen anfragte, ob denn irgend jemand wüßte, ob das öfter vorkommt oder ob das angeboren wäre etc. Da auch aus der Mailingliste keine Antwort kam, gehe ich davon aus, daß Buki ein einmaliges Exemplar mit einer einmaligen Erkrankung ist.

Ich finde diesen Informationsaustausch der Mailingliste wirklich interessant und freue mich jedesmal über einen neuen Beitrag. Auch wenn sich die Akitabesitzer über die Eigenheiten ihrer Vierbeiner "beschweren", so liest man doch aus jeder Zeile heraus, wie sehr sie alle ihre Hunde lieben und daß sie eigentlich keine andere Rasse haben wollen. Akita sind so spezielle Hunde, daß man eher von einem vierbeinigen Familienmitglied reden kann. Sie haben Charakter, denken eigenständig - und sind manchmal anderer Meinung als das "Menschenrudel". Es ist dann eine große Beruhigung, wenn man weiß, daß Akitas nun mal so sind, daß man sich seine Erziehungsversuche bis zu einem gewissen Maß schenken kann und daß aus einem Akita niemals ein folgsamer Schäferhund werden wird.

Und sollte man sich dann doch einmal unsicher sein - dann läßt man ein Mail los und fragt die anderen !

Ich hoffe, daß sich im Laufe der Zeit noch viele Akita-Besitzer der Mailingliste anschließen werden und daß die positiven Meldungen die negativen bei weitem überwiegen.

im März 2001, Brigitte Zehetgruber

                     Seitenanfang

Linie

Gut zu wissen, dass andere Akita-Besitzer die gleichen Probleme haben... - Dank an die Liste!

Seit nunmehr knapp zwei Jahren bin ich Mitglied der Akita-Mailingliste. Aufmerksam auf die Liste wurde ich durch die Akita-Homepage. Ich habe mich einfach angemeldet und zunächst nur als stille Beobachterin die Beiträge gelesen. Schnell habe ich gemerkt, dass ich mich und meine "Probleme" mit meinen Akitas oft in den gestellten Fragen wiedererkannt habe. So bin ich dann langsam mutiger geworden und habe begonnen, mich aktiv zu beteiligen sowohl mit Fragen als auch mit Antworten auf Beiträge anderer "Listlinge".

Ich betrachte die Liste als sehr hilfreich, da sie vielfältige Unterstützung bietet, wenn es um Fragen der Erziehung, Ernährung, Pflege, Krankheiten usw. unserer vierbeinigen Freunde geht. Sie vermittelt ebenso ein außerordentliches Verständnis für individuell auftretende Probleme und Fragen. Auch kann man einfach mal seine Sorgen ablassen oder lustige Begebenheiten schildern. Und eine Menge nette Leute lernt man natürlich so ganz nebenbei auch noch kennen!

Ich hatte anfangs als unerfahrene Erst-Akita-Besitzerin oft das Problem, dass mein Hund mich durch nervende Sturheit oder Jagdlust vollkommen aus der Fassung brachte. Andere Hundebesitzer (mit "normalen" Hunden) hatten oft kein Verständnis und vermuteten, ich würde eine Mischung aus Esel und Eisbär an der Leine haben: stur, bockig und (vermeintlich) unerzogen. Mit dem Moment der Teilnahme an der Liste und somit dem vermehrten Austausch mit anderen Akita-Besitzern konnte ich glücklicherweise feststellen, dass andere Akita die gleichen Marotten haben und fast alle Akita-Besitzer mit den gleichen Unarten zu kämpfen haben. Seither sehe ich alles "rund um den Akita" etwas lockerer, denn im Zweifelsfall habe ich ja eine Anlaufstelle, an die ich mich im Bedarfsfalle wenden kann!

Ich möchte die Liste nicht mehr missen und bin denjenigen, die sie ins Leben gerufen haben, dankbar dafür. Weiter so!

Ein zufriedener Listling!
im März 2001, Britta Lorenz

                     Seitenanfang

Linie

Die Mailingliste: der gelebte Teil des Akita Clubs

Montagmorgen. Noch nicht richtig wach, schalte ich meinen Rechner an und startete mein E-Mail-Programm. Schon beim Runterladen [Abholen der eingegangenen E-Mails] zähle ich mit 1.. 2.. 3... 4... 7... 8 E-Mails von der Akita-Mailingliste. Ein paar Mails für die Arbeit sind auch dabei, aber die kommen erst später dran.

Es ist ein Ritual, jeden Morgen werden zuerst die Nachrichten von der Liste gelesen, in aller Ruhe mit einen heißen Tasse Kaffee und dem Gefühl im Bauch Freunde auf einen Plausch zu treffen.

Die meisten Absenderadressen, die da frühmorgens auf meinen Bildschirm zu sehen sind, kenne ich seit meinem ersten Kontakt mit der Mailingliste. Nicht persönlich, aber durch ungezählte E-Mails sind sie mir doch vertraut.

Ich bin jetzt seit mehr als einem Jahr dabei und durch das regelmäßige Lesen lernt man ein Stück von dem Leben der Menschen und Hunde kennen, die hinter den E-Mail Adressen stehen.

Ich erfahre von ihren Glücksmomenten, von ihren Sorgen, Problemen und manchmal auch von der Trauer ihren guten Freund verloren zu haben. Es geht dort halt nicht nur um die sachliche Auseinandersetzung über die Haltung von Akitas, sondern die Liste spiegelt das Leben mit Akitas wieder.

Jeder, der neu dazu kommt, wird freundlich und ohne jeden Vorbehalt aufgenommen. Zu allen Fragen und Problemstellung bekommt man eine Reaktion, auch wenn es um Themen geht, die regelmäßig in der Mailingliste auftauchen.

Mein Probleme sind gut in der Mailingliste aufgehoben

Mein Hund war noch keine 4 Monate alt, als er die ersten Allergiesymptome zeigte. Theoretisch weiß ich eine Menge über die Rasse, aber wenn man dann mit einem dicken Problem konfrontiert wird, ist das trotz Wissens um Lösungen nicht einfach.

Sehr verunsichert habe ich mein Problem geschildert und erhielt eine Menge kompetenter Antworten, Hilfestellungen und noch viel wichtiger: Anteilnahme und Mitgefühl.

Ich hatte das Gefühl nicht damit alleine zu sein und das macht vieles leichter.

Als das Thema Hundeverordnung akut war, gab es auch in der Liste eine Menge Diskussionen und hitzige Mails, die deutlich die emotionale Beteiligung wiedergaben. Für mich war die Liste zu dieser Zeit eine Möglichkeit meine Unverständnis und meine Angst loszuwerden, zu hören wie es so in den anderen Bundesländern und im deutschsprachigen Ausland läuft.

Natürlich gibt es auch Diskussionen über Themen, wo es erheblich Meinungsunterschiede gibt, doch bis auf ganz, wirklich ganz wenige Ausnahmen, kann man sich sicher sein nicht persönlich angegriffen zu werden, nur weil man sich nicht dem allgemeinen Tenor anschließt. Der Umgang untereinander ist höflich, manchmal wünsche ich mir, ein bißchen von dieser Toleranz auch für die reale Welt.

Humor: wichtig im Umgang mit Akita

Ein ganz wichtiger Faktor, warum es auch eine Menge Spaß macht, ein Teilnehmer der Liste zu sein, ist der humorvolle Umgang mit den Unwägbarkeiten eines Akitabesitzers. Eine "Mitschreiberin" hat in einem außergewöhnlich witzigen Bericht die Probleme bei der Urinentnahme ihres Hundes beschrieben. Die Mail erhielt ich gegen Mittag an einem besonders stressigen und unerfreulichen Tag im Büro. Das Lesen war ein reines Vergnügen.

Man lacht aus vollem Herzen, und was ist schon ein nicht funktionierender Rechner gegen die Versuche von Gabi, ihrem Hund ein bißchen Pipi zu entlocken?

Auch die Versuche unserer Erziehungsmaßnahmen werden schon mal sehr humorvoll dargestellt, obwohl der Hintergrund ein eher ernster ist. Aber manchmal hat man einfach keine Lust mehr immer nur trotzig mit den Füßen aufzustampfen und sich für unfähig zu halten. Ein bißchen Selbstironie bringt einen dann schon wieder auf den Teppich und die meisten Mitleser und Mitbetroffene können das wohl ganz gut nachvollziehen.

Je länger man liest und mitschreibt, desto vertrauter werden die anderen "Listies" und ihre Hunde.

Vor einigen Wochen ist der Hund einer der aktivsten Mitschreiberinnen gestorben. Es löst mehr aus als nur das Wissen um den Verlust eines Hundes. Ein bißchen ist es so als hätte man beide persönlich gekannt.

Das Lesen der E-Mails ist fast wie ein Treffen unter Akitabesitzern

Ob es wichtig ist, die Menschen hinter den E-Mail-Adressen persönlich zu kennen? Es ist schön, wenn es sich ergibt, aber für mich spielt es keine bedeutende Rolle.

Während ich das hier schreibe, liegt mein sturer, willensstarker und doch so charmanter Hund neben mir, und wenn ich am Montagmorgen meine Mails lese, weiß ich, dass ich mit meinem Dickkopf nicht alleine bin.

Ich freue mich auf die Storys aus dem Urlaub, die neusten Infos wie man mit einer Hausstauballergie fertig wird, Hunde zum Autofahren bewegt, Ausstellungsergebnisse, Zuwachs, Ernährungstipps oder die neusten Erlebnisberichte zum Thema Fahrrad fahren und Jagdtrieb.

Auch wenn der Kontakt nur "virtuell" stattfindet, ist es ein bißchen so wie ein Treffen unter Akitabesitzern. Nur dass ich meinen Kaffee dabei nicht teilen muß. :-)

im März 2001, Nicole Kuschel und Tejar

                     Seitenanfang